Vereine im Fokus: netzwerkTanz
netzwerkTanz steht für zeitgenössische Bewegungskunst.
Dornbirn. Die Tänzer und Tänzerinnen bewegen sich über das Parkett der Trainingshalle des Landessportzentrums. Was federleicht aussieht, ist harte Knochenarbeit.Zweimal in der Woche haben Tanzprofis und engagierte Laien die Möglichkeit zum Tanztraining; haben die Gelegenheit gemeinsam zu trainieren, sich zu vernetzen und neue Impulse aufzunehmen. Um verschiedene Stile zu erfahren, zu lernen und zu erleben, wechseln die Tanztrainer monatlich. Derzeit leitet Claudia Grava die Trainingseinheiten, eine Frau, die den Rhythmus im Blut hat. „Wir sind ein Verein für zeitgenössische Bewegungskunst. Wir informieren über tanzrelevante Themen, vernetzen uns selbst in der Tanzszene Österreichs, aber auch Tanzschaffende untereinander. Wir beraten unsere Mitglieder bei Konzepten, Ansuchen und diversen Anfragen, präsentieren eigene Formate wie das tanzTraining, openSpace und reSearch”, stellt GF Brigitte Hermann das Netzwerk vor, das seit heuer von der Dramaturgin geleitet wird. In diesem Jahr kehrt Renate Graziadei für das tanzTraining Spezial zurück. Es soll zum besonderen Erlebnis in der Karwoche werden. Die Tänzerin mit Vorarlberger Wurzeln hat im Jahr 2011 das reSearch geleitet. Womit wir schon beim nächsten Thema wären. reSearch ist ähnlich dem tanzTraining Spezial, jedoch mit dem Unterschied, dass Erarbeitetes am Schluss auch öffentlich gezeigt wird. Anfang Jänner fand es in Zusammenarbeit mit Spodium von Brigitte Jagg statt. Im Brennpunkt standen Improvisation; Tanz und Musik im Dialog. Natürlich darf auch „lokalkolorit” nicht fehlen. „Dies erfolgt im Austausch mit Tänzerinnen und Tänzer aus anderen Bundesländern. Im Herbst 2013 war die Tänzerin Nici Rutrecht aus Wien zu Gast in Vorarlberg und hat hier an einem Tanzstück gearbeitet, welches dann auch öffentlich gezeigt wurde”, erzählt Brigitte. Vorarlberger Tänzerinnen waren im Rahmen von „lokalkolorit” bereits in Wien und Linz. Das Generationenprojekt von netzwerkTanz ist das tanzProjekt. Im Rahmen des poolbarFestivals in Feldkirch wurde 2013 eine Woche lang mit Tanzinteressierten aller Altersstufen gearbeitet. „In diesem Jahr sollen aber auch Musikinteressierte mit angesprochen werden.” Der „openSpace” bietet eine Bühne. „An diesem nicht kuratierten Abend gibt es fünf Tanz-Kurzstücke zu sehen. Sämtliche Stücke sind der Entwicklungsphase und die Bedingungen sind für alle die selben.: schwarzer Aushang, schwarzer Tanzteppich, ein Einheitslicht. Im Anschluss an ihre Darbietungen erhalten die Tanzkünstler ein professionelles Feedback von Persönlichkeiten der Tanzszene und des kulturellen Lebens. Genauso können auch die Zuseher ihren Kommentar dazu abgeben. Für das Publikum ist es eine gute Möglichkeit zu verstehen, wie zeitgenössischer Tanz entsteht und für die Tänzer eine Möglichkeit, Geprobtes vorzustellen, ohne dass bereits der Anspruch des Fertigen, des Perfekten besteht. Der „tanzPlan Ost” ist eigentlich eine Ostschweizer Initiative, bei der 2014 erstmals eine Vorarlberger Tänzerin mit dabei sein wird. Es entsteht eine Tanzproduktion, die in verschiedenen Städten der Ostschweiz und am 13. November 2014 am Spielboden in Dornbirn gezeigt wird. Die erfolgreiche Vernetzungsarbeit zeigt sich auch in der Arbeit der TänzerInnen außerhalb der netzwerkTanz-Formate. Ein Beispiel dafür ist „Klein Anders”, ein Tanztheaterstück für Kinder ab vier Jahren.
Info
Das tanzTraining Spezial im Landessportzentrum Dornbirn findet in der Woche vor Ostern statt. Vom 14.-18. April 2014 wird täglich von 9.00 Uhr – 13.00 Uhr gearbeitet.
14.01.-26.06.2014: Dienstag und Donnerstag Training von 10.15 – 12.00 Uhr Ort: Landessportzentrum Dornbirn | Tanzsaal im 1. Untergeschoss Höchsterstr. 82, Dornbirn
für Rückfragen
Brigitte Hermann
E-Mail : kontakt@netzwerktanz.at, www.netzwerktanz.at
Tel. 0680 2014542
Was gefällt Ihnen am netzwerkTanz
Brigitte Hermann, Geschäftsführerin
Damit kann man Emotionen ohne Worte mit dem Körper ausdrücken. Das gefällt mir sehr. Ich selbst tanze nicht, komme vom Schauspiel. Ich bin Dramaturgin. Ich arbeitete am Theater in St. Gallen und so habe ich Zugang zum Tanz gefunden.
Anne Thaeter, Tanzpädagogin und Choreografin
Mir ist das eigene Training, die Bewegung sehr wichtig. Ich lerne so wieder meinen Körper zu spüren. Man bekommt Inspirationen von den anderen, kann sich führen lassen und übernimmt einmal nicht die Rolle einer Führenden.
Claudia Grava, Tanzpädagogin
Ich liebe Tanz, seit ich Kind war. Es macht mich glücklich und unterrichten macht ebenfalls riesen Spaß. Der Unterricht bei Erwachsenen ist sehr anspruchsvoll und man kann viel ausprobieren. Es ist toll sein Wissen an andere weiter zu geben.